Projekt

Idee und Ziele von "Ich ersetze ein Auto"

Projekt

Finanzierung und Leitung

Quelle: Amac Garbe / DLR

Ehrgeizige Klimaschutzziele und ein gleichzeitig kontinuierlich wachsendes Verkehrsaufkommen im städtischen Güterverkehr machen die Entwicklung und den Test von neuen Belieferungskonzepten auf der „letzten Meile“ notwendig. Eine mögliche Maßnahme zur Emissionsreduktion ist der Einsatz von Elektro-Lastenrädern für Kurierdienstleistungen.

Angesiedelt im emissionsstarken Verkehrsbereich, sollte „Ich ersetze ein Auto“ mithilfe eines breit angelegten Flottenversuchs einen innovativen Weg für Kurierdienstleister aufzeigen, den Einsatz von verbrennungsmotorischen Fahrzeugen und damit den Ausstoß von Treibhausgasen zu verringern.

Im Rahmen des Projekts wurden 41 Elektro-Lastenräder  in acht deutschen Metropolregionen und Städten (Berlin, Hamburg, München, Düsseldorf, Bremen, Leipzig, Nürnberg und Potsdam, zeitweilig auch Mainz) eingesetzt. Die Fahrzeuge wurden über einen Zeitraum von 24 Monaten in die betrieblichen Abläufe von Kurierunternehmen integriert.

Der praktische Fahrzeugeinsatz war in eine intensive wissenschaftliche Begleitforschung eingebettet. Diese baute auf einer breiten Grundlage an quantitativen und qualitativen Daten auf, welche im Wesentlichen aus drei Erkenntnisquellen stammten: den Auftragsdaten der beteiligten Unternehmen, den Befragungen der individuellen Kuriere, sowie den Expertengesprächen mit Unternehmens-Verantwortlichen und Kurieren. Die Begleitforschung hatte zur Aufgabe, aus den Erkenntnissen zu den Nachfragestrukturen im urbanen Kuriermarkt und der Akzeptanz der Kuriere gegenüber Elektro-Lastenrädern abzuleiten, welche verkehrlichen und emissionsbezogen Potenziale dieses innovative Fahrzeugkonzept ausschöpfen kann und konnte.

Ferner sollte ein hoher Bekanntheitsgrad erreicht werden, welcher im Sinne des „Best Practice“ weitere potenzielle Nutzer für den Einsatz elektromobiler Alternativen im städtischen Güterverkehr sensibilisieren sollte.

Das Projekts “Ich ersetze ein Auto” wurde gefördert durch das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (Vorhaben 03KSF029). Weitere Vorhaben für Verbraucher, die Wirtschaft und Kommunen finden Sie auf www.klimaschutz.de.

Als Zuwendungsempfänger leitete das Institut für Verkehrsforschung im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Projekt und zeichnete für das Projektmanagement sowie die wissenschaftliche Begleitforschung verantwortlich. Das Projekt lief von April 2012 bis Juni 2014.